Hey Leute,

ich würde gern nochmal einen Anlauf unternehmen, um hier ein bisschen Leben in die Unreal-Bude zu bekommen. Ein bisschen mehr Action hier würde mich persönlich sehr freuen, würde dem gesamten Forum hier aber glaube auch zu Gute kommen und nicht zuletzt mit Sicherheit auch den Usern hier selbst Die meisten hier sind ja "Sourceler" und damit auch shcon recht lang im Geschäft und damit wiederum auch schon einigermaßen erfahren. Allerdings kommt man mit der sehr altbackenen Source-Engine nun doch recht schnell an die Grenzen und hat dann irgendwann nicht mehr so richtig Lust, weiterzumachen, weil es sehr aufwändig ist, wirklich neue Dinge zu versuchen. Der Hammer ist hammer, wenn man einfach schnell was brushen, ein paar Texturen draufklatschen und ein paar Props reinsetzten möchte. Aber für alles, was etwas weitergeht, ist er doch ziemlich klobig und unhandlich.
Kurz gesagt - ich könnte mir vorstellen, dass bei vielen noch der Wille da ist, schöne Level zu bauen, die Motivation jedoch fehlt, weil einem in der Source-Engine ziemlich die Hände gebunden sind :/ Und gerade da sind die UnrealEngines 3 und 4 sehr viel flexibler und lassen einem einfach sehr viel größeren künstlerischen Freiraum zum Austoben

Aber auch falls das nicht zutrifft, gibt's ja vielleicht den ein oder anderen, der Bock hat, mal über den Tellerrand zu schauen, der aber keine wirklich Lust auf den nervigen Umstieg hat. Was ja auch verständlich ist.
Und deeeeeshalb würde ich gern ein Konzept aufgreifen, was ich aus dem XSI-Forum kenne: Das Konzept der Community-Workshops.
Das ganze funktioniert so, dass jemand zu einem bestimmten Thema einen Thread mit einer bestimmten Aufgabenstellung aufmacht. Und in diesem Thread können dann alle, die Lust haben, mitmachen und die Aufgabenstellung bearbeiten und ihre Fortschritte zeigen. Die Aufgabenstellung kann dabei alles mögliche sein. Von "Wand texturieren" bis "KI scripten" alles mögliche. Denkbar ist, dass dann jeder von Null an Content erstellen muss, oder dass es eben "Maprohlinge" gibt, die dann eben unter bestimmten Gesichtspunkte bearbeitet werden müssen.

Das tolle daran ist, dass man so auf eine sehr effektive Art und Weise zum Lernen kommt. Da mehrere Leute gleichzeitig am selben Thema arbeiten und darüber diskutieren, hat man sozusagen effektive Soforthilfe, wenn man nicht weiterkommt. Und zum Anderen ist es sehr motivierend, wenn man immer sieht, was die anderen so machen. Darüberhinaus kriegt man so auch Dinge gezeigt, die zum Thema gehören, auf die man aber selber jetzt gar nicht gleich gekommen wäre. Insgesamt fand ich das Konzept wirklich sehr sinnvoll und finde es eigentlich verwunderlich, dass wir das hier noch nicht haben

Zum Unreal-Engine-Einstieg wären jetzt Themen denkbar wie:
  • Brushe drei miteinander verbundene Räume, texturiere sie und erstelle ein basic Licht-Setup.
  • Nimm den vorgefertigten, gebrushten Raum und ersetze viele der Brushes möglichst zweckmäßig mit Staticmeshes.
  • Nimm eine vorgefertigte Mapszene und erstelle zwei verschiedene Lighting-Settings.
  • Erstelle ein einfaches Material mit Bump- und Specularmap (Einsteiger) bzw. erweitere es mit Funktionen, die man in Materialinstanzen für mehr Flexibilität erändern kann (Fortgeschritten).


Uuuuund so weiter und so fort. Ich glaube kaum, dass es Probleme geben sollte, gute Themen zu finden

Zwei sehr grundlegende Fragen müssen aber geklärt werden, nämlich ob ihr überhaupt drauf Lust habt und wenn ja, in welcher Engine das sinnvoller wäre. Zur Auswahl stünden ja das UDK und die UnrealEngine4 mit entsprechendem UE4-Editor. Hier mal kurz die Pros und Cons beider Varianten (meiner Meinung nach):

Pro UDK:
  • Kostenlos
  • relativ viel Standardcontent, allerdings nur so eine Stilrichtung (siehe UT3)
  • sehr gute Tutorials verfügbar
  • viele Spiele nutzen bereits UE3


Contra UDK:
  • Stellenweise sehr unübersichtlich, insbesondere für den Einstieg ist das nicht so gut...
  • Für Coding-Sachen ist UnrealScript notwendig, was unglaublich umständlich und schlecht dokumentiert ist.


Pro UE4:
  • NEXT-GEN!!! Im Ernst, das Material- und Rendersystem ist nochmal ne ganze Ecker besser als in der UnrealEngine3 Die meisten Sachen sehen "out of the box" schon richtig gut aus!
  • Sehr viel übersichtlicher gestaltet mit vielen kontextsensitiven Bereichen. Insgesamt deutlich nutzerfreundlicher, ohne an "Tiefe" zu verlieren.
  • Blueprints: Nodebasierendes Scripting-System, was das UnrealScript-Gekrebse ersetzt. Alternativ einfach in C++ coden.


Contra UE4:
  • Kostet mindestens einmalig 19 €...
  • Tutorials/Dokumentation noch nicht ganz im Umfang wie vom UDK, aber es gibt auch schon sehr viel.
  • Noch keine wirklich guten Spiele, die die Engine nutzen. Bald kommt aber das neue UnrealTournament, damit wird's besser. Und in UE4 ist es auch sehr leicht, sein eigenes Spiel zu erstellen. Außerdem kann man eh direkt im Editor spielen bzw. Game-Presets nutzeb.
  • Noch nicht ganz so viel Standardcontent wie im UDK, Datenbank wächst aber kontinuierlich


Also aus dem Bauch heraus würde ich auf jeden Fall zu UE4 raten; kann mir aber vorstellen, dass die 19 € Leute erstmal abschrecken würden :/ Entscheidet mal bitte per Voting

So, ich hoffe mal auf ein paar Stimmen =)
Viele Grüße,
Josch